Steuer.ID

Steuer.ID – Steueridentifikationsnummer

Mit der persönlichen steuerlichen Identifikationsnummer (kurz Steuer.ID) folgt Deutschland dem Beispiel zahlreicher Nachbarländer in der Europäischen Union und modernisiert mit der Steuer.ID sein eigenes Steuersystem. Mit dieser bundesweit verfügbaren steuerlichen Identifikationsnummer haben das Bundesministerium der Finanzen und die Bundesregierung das deutsche Besteuerungsverfahren für alle Bürger vereinfacht und dabei Bürokratie abgebaut.

Die Steuer.ID wird die persönliche Steuernummer der Bürger für den Bereich der Einkommensteuer mittel- bis langfristig ersetzen, so zumindest die Planung. Die Steuer.ID bleibt für jeden Bürger dauerhaft gültig und ändert sich auch nicht zum Beipspiel nach einem Umzug, nach einer Namensänderung durch eine Heirat oder nach der Änderung des Personenstandes. Jedes neugeborene Kind erhält bereits kurz nach der Geburt sein eigene Steuer.ID zugewiesen, welche ist eine elfstellige Nummer ist und keine Informationen über den Bürger oder das für den Bürger zuständige Finanzamt enthält.

Einheitliche Identität

Durch die neue einheitliche Steuer.ID jedes Bürgers werden Serviceleistungen der Steuerverwaltung, wie zum Beispiel ein elektronisch bereitgestelltes und schon vorausgefülltes Steuererklärungsformular oder auch die automationsgestützte Verarbeitung elektronischer Belege, überhaupt erst möglich. Ziel der Bundesministerium der Finanzen, der Steuerverwaltung und der Bundesregierung ist es, das jeweils aktuell geltende persönliches Besteuerungsverfahren bürgerfreundlicher zu gestalten. Dabei sollen auch Kosten und Stellen eingespart werden.

Im Rahmen der Steuer.ID werden auch neue steuerliche-elektronische Kommunikations- und Verarbeitungsverfahren entwickelt und die Bestehenden weiter verbessert . Die persönliche und unverwechselbare Steuer.ID des Bürgers bleibt dauerhaft gültig. Unabhängig von Arbeitgebern, Umzügen, Heiraten, Namensänderungen oder anderen Änderungen des Bürgers können die Finanzämter steuerlich relevante Daten immer der richtigen Person zugeordnen. Mit den bisherigen Steuernummern nach dem Schema 30/283/52133 sind deutsche Steuerpflichtige bisher nicht eindeutig identifizierbar und die Nummern nicht gut elektronisch verarbeitbar. Heute kann beispielsweise ein Name mit europäischen Umlauten wie à á â ã ä å æ ā ç è é ê ë ē ì í î ï ī ñ ò ó ô õ ö ø ō œ ŝ ù ú û ũ ü ū ÿ oder leicht abweichenden Schreibweisen (Hellmut und Helmut) eine eindeutige Identifikation stark erschweren.

Datenschutz und IDs

Datenschützer und andere Kritiker sehen sich mittlerweile in der Gefahr bestätigt, dass die Steuer.ID durch die Hintertür zu einem allgemeinen Personenkennzeichen geworden ist, das den Bürger besser, sicherer und eindeutiger identifizierbar macht als beispielsweise Name, Adresse und Geburtsdatum. So ist es in den verschiedensten Lebensbereichen mittlerweile üblich, dass nicht nur Finanzbehörden, sondern auch Banken, Versicherungen, E-Commere-Anbieter und Krankenkassen die Steuer-ID hätten mittlerweile als personenbezogenes Merkmal verwenden. Wer heute ein Konto oder Paypal-Account eröffnet oder Elterngeld beantragt, muss dafür die neue Steuernummer angeben. So wird die Verwendung der Steuer.ID schleichend immer weiter ausgeweitet.